Mal so ganz
unter uns
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Kontakt„Wir können nicht arbeiten, ohne zu hoffen, daß andere weiter kommen werden als wir.“ Der Satz ist von Max Weber, gut hundert Jahre alt und steht heute auf der Startseite von Science Culture. Ein schöner Anspruch. Und, wie sich zeigen sollte, auch eine brauchbare Bauanleitung.
Science Culture ist die Forschungsplattform von Prof. Dr. Nina Janich, Professorin für Angewandte Linguistik an der TU Darmstadt. Hier geht es um die Sprache der Wissenschaft und um die Frage, wie eine Erkenntnis ihren Weg aus dem Labor in die Öffentlichkeit findet – möglichst ohne unterwegs die Genauigkeit zu verlieren, für die sie überhaupt erst erarbeitet wurde.
Wie schreibt man verständlich über Forschung, ohne sie zu vereinfachen? Wie erklärt man Kindern die Welt? Und wie redet man über den Wald, wenn Klimaschutz und Artenvielfalt nicht dasselbe wollen? Aus solchen Fragen werden Forschungsprojekte, die ein paar Jahre laufen, ihre eigenen Geldgeber mitbringen und früher oder später auch einen eigenen Auftritt im Netz brauchen.
Da kamen wir ins Spiel. Wir haben Science Culture gestaltet und als Wordpress-Multisite aufgesetzt.
Eine Multisite ist ein gemeinsamer Unterbau, auf dem mehrere vollkommen eigenständige Websites stehen: ein System, eine Pflege, ein Sicherheitsstand – aber vier Adressen mit vier Gesichtern.
Unter scienceculture.de wohnen inzwischen empowertext.de, walddiskurs.de und sign-nature.de, und jedes dieser Projekte tritt mit eigener Domain auf, mit eigenem Logo und eigener Farbe. Von außen sind es vier Häuser. Von innen ist es eben eines.
Und genau hier wird aus Gestaltung Ökonomie. Denn Forschungsgelder sind ja knapp bemessen, für die Website ist selten viel davon vorgesehen, und trotzdem soll am Ende jedes Projekt so aussehen, als hätte es sich einen eigenen Auftritt geleistet. Ein neues Projekt fängt deshalb nicht bei null an, sondern bezieht ein fertiges Haus. Was bleibt, ist das Einrichten.
Damit das nicht nach Baukasten aussieht, muss die Designsprache sitzen. Kopfzeile, Typografie, Raster, die Art, wie der Titel auf dem Bild liegt – das bleibt überall gleich.
Ändern darf sich nur, was ein Projekt tatsächlich ausmacht: Bild, Farbe, Logo. Blau für Science Culture, Orange für EmpowerText, Waldgrün für den Walddiskurs. Man sieht auf den ersten Blick, wo man gelandet ist – und ebenso schnell, dass das alles zusammengehört.
EmpowerText ist so ein Projekt. Es sammelt, was Kommunikationsprofis über Sprache wissen sollten – über Metaphern, über Textsorten, über den Umgang mit Ungewissheit. Gut zwanzig Module stehen bereit, dreißig weitere sollen folgen.
Damit diese Sammlung wachsen kann, ohne mit jedem neuen Beitrag unübersichtlicher zu werden, liegen Suche und Filter natürlich direkt über dem Raster. Man nimmt sich, was man gerade braucht. Oder lässt sich überraschen.
Für Nina Janich heißt das alles vor allem eines: Das nächste Projekt ist schneller online als das letzte. Und kommt damit ein Stück weiter. Genau so, wie Max Weber es gern hätte.